Es gibt Neuigkeiten zum Prequel von
Das Ding aus einer anderen Welt, das im englischen Original schlicht
The Thing hieß. Aus irgendeinem unbekannten Grund, trägt die Vorgeschichte denselben Titel. Einen vorläufigen Starttermin gibt es auch schon, der auf den 29. April 2011 festgesetzt wurde. Und darüber hinaus sind nun auch erste Details zur Story bekannt.
Im Prequel geht es wohl um eine amerikanische Wissenschaftlerin mit dem Namen Kate Lloyd, die sich für ihre Arbeit in die Antarktis begibt. Zusammen mit einem norwegischen Wissenschaftsteam entdecken sie das abgestürzte Raumschiff, was das mysteriöse Wesen beherbergt, dass in der Lage ist Lebewesen jeglicher Art zu imitieren. Leider ist das Wesen auch ziemlich bösartig, was vermutlich nicht zuletzt auch an den Experimenten liegt, die Dr. Halvorson an ihm vornimmt. Um dem Geheimnis des Aliens weiter auf den Grund zu gehen, verbündet sich Kate mit dem Piloten Sam Carter.
AUTSCH!!! Anfangs war ich ja begeistert von der Idee ein Prequel auf die Beine zu stellen. Aber warum – bei Zeus fettem Arsch (???) – muss Alles so gottverdammt amerikanisiert werden??? Natürlich handelt es sich bei dem Klassiker von JOHN CARPENTER (
Halloween,
Vampires,
Assault On Precinct 13,
Dark Star,
The Fog – Nebel des Grauens,
Fürsten der Dunkelheit,
Christine,
Snake Plissken – Die Klapperschlange) auch um einen amerikanischen Film, noch dazu ein Remake, aber wer den Film kennt, der weiß ganz genau, dass das Unheil für die amerikanische Station von einer norwegischen Station kam – ohne dass Amerikaner in irgendeiner Art und Weise daran beteiligt wären! Also warum müssen denn auf Gedeih und Verderb irgendwelche Amis auf der norwegischen Station rumgurken? Das macht den Plot quasi schon im Vorfeld unglaubwürdig und schürt böse Vorahnungen. Verantwortlich für diesen Schwachsinn sind TV-Autor RONALD D. MOORE (
Raumschiff Enterprise – The Next Generation,
Roswell,
Star Trek Teil VII und VIII,
Kampfstern Galactica Neuauflage,
Mission Impossible II) und der weitgehend unbekannte ERIC HEISSERER (
A Nightmare On Elmstreet Remake). MATTHIJS VAN HEIJNINGEN Junior wird dabei auch noch sein Debüt geben. Der einzige bekanntere Name im Cast ist übrigens MARY ELIZABETH WINSTEAD (
Stirb Langsam 4.0,
Death Proof,
Black Christmas). Ansonsten wurden wenigstens tatsächlich nur norwegische Darsteller verpflichtet. Trotzdem schüren die bisherigen Informationen Befürchtungen, dass das Prequel ordentlich in den Sand gesetzt wird. Ein Blick in
den Trailer des Originals verrät natürlich nicht allzu viel, aber der Film von JOHN CARPENTER lebte von der einzigartigen, eiskalten Atmosphären und den genialen Special Effects, die 1982 gezwungener Maßen ohne den kleinsten CGI-Effekt kreiert wurden und auch noch nach über 30 Jahren das Non-Plus in der Tricktechnik darstellen. Und es ist sehr stark zu bezweifeln, dass der neue Film sich an diese klassische Machart hält.
Die Legende der Wächter: Wenn sich ZACK SNYDER (
Watchmen,
Dawn Of The Dead Remake,
300) einen Stoff für seinen nächsten Film rauspickt, dann kann man davon durchaus Großartiges der härteren Gangart erwarten. Vorlage für seinen neuen Film ist die 10-teilige Romanreihe
The Guardians Of Ga‘Hoole von KATHRY LASKY.

Die junge Schleiereule Soren wird als kleines Küken von Kludd des nachts heimlich aus dem Nest gestoßen. Er wird wie beabsichtigt von einer Patrouille Eulen von der St. Aegolius Akademie erwischt und postwendend von ihnen entführt, da er ja nun „offiziell“ eine Waise sei. Er wird von ihnen nach St. Aggies gebracht, einer Anstalt für elternlose Jungeulen. Das Leben dort ist hart, voller Strafen. Hass und Demütigungen sind an der Tagesordnung. Soren kapiert recht schnell, dass hinter all dem ein teuflischer, böser und kriegerischer Geist steckt. Er freundet sich mit dem jungen Elfenkauz Gylfie an und zusammen gelingt es ihnen zu fliehen. Auf der Flucht treffen sie den Bartkauz Twilight, seinen Freund Digger, einen Kaninchenkauz, und seine Gefährtin Mrs. Plithiver. Als Kludd von Sorens und Gylfies Flucht erfährt, ist er rasend vor Wut und schickt seine besten Jäger Jatt und Jutt hinter ihnen her. Es dauert nicht lange und sie finden Gylfie und Soren, doch die beiden wehren sich heftig. Dann kommen noch Digger und Twilight hinzu und es kommt zu einem Kampf, bei dem Jatt und Jutt aber allen überlegen zu sein scheinen. Dann kommen endlich Streak und Zan, zwei befreundete Weißkopf-Seeadler, zur Rettung herbei. Der Kampf wird zum Gemetzel und Jatt und Jutt sterben einen grausamen Tod. Nun gibt es kein Zurück mehr! Es existiert eine alte Legende, vom alten Ga’Hool-Baum und den edlen Wächtereulen, die ihn und die Lebewesen um ihn herum beschützen. Für die meisten ist es nur ein Mythos, Soren jedoch glaubt fest daran. Er kann seine Kumpel überreden und so macht sich die unterschiedliche Eulentruppe auf die gefährliche Reise zum Ga’Hool-Baum. Mit etlichen Gefahren vor ihnen und den Todesschwadronen von Kludd im Nacken!
JOHN ORLOFF (
Band Of Brothers) und JOHN COLLEE (
Master & Commander,
Creation,
Happy Feet) adaptierten den Stoff für`s Kino, wo der Film geschätzt nur den ersten Band umfasst, es sich also um den Beginn einer ganzen Filmreihe handelt. Und der Streifen schon ab 14. Oktober in unseren Kinos zu sehen sein wird, gibt es nun auch einen
einen zweiten Trailer, der nochmal ein ganzes Stück besser aussieht als der erste Trailer.
Oz, The Great And Powerful: Das Kinderbuch
Der Zauberer von Oz von LYMAN FRANK BAUM gehört seit Erscheinen 1900 zu den größten Klassikern in der Welt der Literatur. Normalerweise leiden solche Klassiker an einer Flut von Verfilmungen und auch wenn das Werk in etlichen anderen Arbeiten zur Sprache kommt und als „Inspirationsquelle“ dienen musste gibt es hier jedoch nur drei konkrete Verfilmungen. Die erste Version von 1917 wurde sogar noch von BAUM selbst produziert und 1925 schlüpfte OLIVER HARDY in das Roboterkostüm. Kulturhinweis am Rande: OLIVER HARDY ist das „Dick“ in „Dick und Doof“. Doch 1939 erblickte mit
Zauberer von Oz die wohl großartigste und beste Version des Stoffes das Licht der Welt. Die Hauptrolle bekam die damals 16-Jährige JUDY GARLAND (
Girl Crazy,
Das Urteil von Nürnberg,
Der Pirat), die sich dann auch mir ihrer Darstellung von Dorothy und der Performance von
Somewhere over the rainbow ein Denkmal setzte und dem Kino einer berühmtesten Szenen überhaupt bescherte. Regie führte damals VICTOR FLEMING, der in
Zauberer von Oz auch als erster Regisseur mit dem bewussten Einsatz von Farben spielte und so eine neue Ära in der Geschichte des Films einläutete. Etwas, dass er noch im selben Jahr perfektionierte und mit
Vom Winde verweht einen der größten Meilensteine des Kinos und ganz nebenbei den bis heute erfolgreichsten Film inszenierte.
Aus diesem Grund wagte sich offenbar bis heute Niemand
Der Zauberer von Oz nochmal auf die Leinwand zu bringen. Die Vorgeschichte zu
Der Zauberer von Oz liegt aber dabei außen vor.
Oz, The Great And Powerful heißt das 3D-Filmprojekt. Schon bevor überhaupt die Vorproduktion anläuft wird der Film derzeit stark mit TIM BURTONs (
Edward mit den Scherenhänden,
Sleepy Hollow,
Beetlejuice,
Batman,
Sweeny Todd,
Charlie und die Schokoladenfabrik) letztem Kinohit
Alice im Wunderland verglichen, da er auch nach einem bekannten Kinderbuch von LEWIS CARROL entstand. Ironischerweise erging es den Originalromanen genauso. Geschrieben wurde die Vorgeschichte von DARREN LEMKE (
Für immer Shrek) und seit heute hat der Stoff auch einen Regisseur und einen Hauptdarsteller. SAM RAIMI (
Tanz der Teufel,
Spiderman Teil I bis III,
Armee der Finsternis,
Ein einfacher Plan,
The Gift – Die dunkle Gabe,
Drag Me To Hell) wird dabei ROBERT DOWNEY JUNIOR (
Sherlock Holmes,
Iron Man Teil 1 und 2,
Tropic Thunder,
Zodiac) als jungen Zauberer von Oz dirigieren.
Resident Evil – Afterlife: Ich weiß schon, dass Viele mich dafür hassen werden, aber es gibt
einen neuen Trailer für
Resident Evil – Afterlife. Und der sieht auch ziemlich gut aus; wenn auch ein bißchen prollig. Bislang wurden die Realfilme nicht besonders gut angenommen, waren aber dennoch so erfolgreich, dass immer eine Fortsetzung produziert wurde. Der Verdacht liegt nahe, dass immer nur die Hater-Community ihren Senf dazu abgibt, denn ansonsten würde sich der Erfolg der Reihe nicht erklären lassen.
Der erste Teil wurde geschrieben und inszeniert von PAUL W. S. ANDERSON (
Mortal Kombat,
Death Race,
Alien Versus Predator,
Event Horizon,
Soldier). Die Hauptrolle als genmanipulierte Kämpferin Alice besetzte er mit seiner jetzigen Ehefrau und Ex-Model MILA JOVOVICH (
Das fünfte Element,
Kuffs – Ein Kerl zum Schießen,
Johanna von Orleans), die diese Rolle in drei weiteren Filmen erfüllte, wobei aber ANDERSON zu jedem weiteren Teil das Drehbuch beisteuerte. Doch wo der erste Film noch verhältnismäßig dicht an den Spielen dran und auch recht unterhaltsam war, verkam der zweite Teil
Resident Evil – Apocalypse zu einem überstylten, peinlich und laschen Actionfilm, der nicht mehr wirklich viel mit der Franchise gemeinsam hatte. Es sollte auch bislang der einzige Film von ALEXANDER WITT als Regisseur bleiben. Mit
Resident Evil – Extinction wollte man das Ruder wieder rumreißen, was auch fast gelang. Denn durch die Einbindung einer postapokalyptischen Welt nach dem Zombie-Caust schwang eine gehörige Dosis
Mad Max mit, was dummerweise in den Trailern hervorgehoben wurde und der erhoffte Erfolg sich nicht einstellte. Dass der Film nicht zu einem Flop wurde, dafür sorgte der Umstand, dass sich
Resident Evil – Extinction trotz dem komischen Endzeit-Flair bislang so dicht wie kein anderer Teil der Reihe an den Spielen hielt. Dass der Streifen aber auch so für sich genommen gutes, spannendes und flottes Actionkino geworden ist, hat man Routinier RUSSEL MULCAHY (
Highlander Teil 1 und 2,
Talos – Die Mumie,
Riochet – Der Aufprall,
Razorback,
Resurrection,
Silent Trigger,
Give `Em Hell, Malone) zu verdanken.

Nun kommt also auch endlich der vierte Teil, der am 16. September 2010 bei uns anlaufen. Regie führte dieses Mal wieder ANDERSON selbst, weil er nach eigener Aussage nicht widerstehen konnte, seinen ersten 3D-Film zu inszenieren. Das postapokalyptische Szenario bleibt dabei erhalten, jedoch kann man sich hier auch des Eindrucks von leichter Science Fiction nicht erwehren. Bislang macht das gezeigte Material einen guten Eindruck. ANDERSON ist zwar nicht gerade dafür bekannt, der anspruchsvollste Regisseur zu sein, aber unterhaltsam sind seine Filme. Wie sehr sich dieser Film an die Spiele hält, wird sich also erst im September zeigen. Das berühmt-berüchtigte Köpfen mit der Schrotflinte war bis jetzt in keinem Film zu sehen, dafür darf hier nun endlich Wesker den Bösewicht mimen.
Hoover: „1965 war J. Edgar Hoover Chef des FBI. Mancher behauptet sogar des ganzen Landes.“ sagte einst ein Protagonist in dem Actionfilm
The Rock. Und trotz, dass es sich nur um einen Satz aus einem Actionfilm handelt, dürfte sogar an dem Zitat sogar tatsächlich was dran sein. Denn
John Edgar Hoover war Derjenige, der in den 1930ern das
Federal Bureau of Investigation, kurz FBI, gründete und ausbaute. In dieser Funktion und mit zig geheimen Akten über faste jede wichtige Person in den USA – hohe Regierungsbeamte eingeschlossen – war er in der Lage US-Präsidenten zu erpressen, was in einigen Fällen sogar als sicher gilt.

Genug spannender Stoff für einen Film also, von dem schon seit zig Jahren die Rede ist. Nun aber hat das Material auch einen ganzen Mann und damit ein ganzes Wort hinter sich. Und der Mann heißt CLINT EASTWOOD (
Gran Torino,
Perfect World,
Der Fremde Sohn,
Heartbreak Ridge,
Weißer Jäger, Schwarzes Herz,
Erbarmungslos,
Blood Work,
True Crime,
Letters From Iwo Jima,
Million Dollar Baby,
Absolute Power,
Mystic River)!!! Jepp, richtig gehört. Einer der besten Regisseur in Hollywood kümmert sich um die Lebensgeschichte der FBI-Legende, was in einem Drehbuch von DUSTIN LANCE BLACK festgehalten wurde, der letztes Jahr mit
Milk etliche Preise abräumen konnte. Welchen Zeitraum das Skript umfasst ist momentan noch unklar, aber da LEONARDO DiCAPRIO (
Blood Diamond,
Aviator!,
Titantic,
Shutter Island,
Gangs Of New York,
The Departed) die Hauptrolle übernimmt, kann man von den jüngeren Jahren ausgehen. Offiziell hat das Projekt noch keinen Titel, wird aber gelegentlich nur
Hoover genannt.
Twilight – Bis(s) zum Ende der Nacht: . . . wird ja mit jedem Teil armseeliger, billiger und auch lächerlicher. Sind die Romane schon billigste Sülze für den dumme Emo-Teenie von Nebenan, machen die Verfilmung Alles nur noch schlimmer. Ich gebe es gerne zu: ich hasse diese Franchise wie die Pest (Stichwort: Hassobjekt Nr. 1) und von Anhängern der Reihe halte ich deswegen nicht allzu viel, aber dass sie dermaßen schlecht behandelt werden, haben sie definitiv nicht verdient. Nicht nur, dass sich die Fans mit den Verfilmungen herumschlagen müssen, die ich zwar von Haus aus Scheiße finde, sie werden auch von zahlreichen Kennern der Bücher selbst sehr stark kritisiert. Aber die Kuh wird gemolken und gemolken und gemolken wo`s nur geht. Darum kommen von
Twilight – Bis(s)s zum Ende der Nacht gleich zwei Filme, die da lauten
The Twilight Saga: Breaking Dawn – Part 1 und
The Twilight Saga: Breaking Dawn – Part 2. Der Cast bleibt dabei natürlich unverändert, jedoch wird für beide Film BILL CONDON den Regiestuhl besetzten. Die bisherigen Titel seinerseits deuten auf die richtige Wahl hin. Da haben wir einerseits Horrorfilme wie
Das Hotel im Todesmoor,
Candyman 2 – Die Blutrache und andererseits Dramen und schwülstige Frauenfilme wie
Gods And Monsters und
Dreamgirls; wird von den Fans also akzeptiert. Drehbuchautorin MELISSA ROSENBERG (
Dexter,
The OC,
Birds Of Prey) gießt stattdessen kräftig Öl ins Feuer und verärgert Fans bereits im Vorfeld des Doppelfilms.
Denn – Achtung: gleich kommt eine Lachsalve nach der Anderen – laut den Fans soll
Twilight – Bis(s)s zum Ende der Nacht tatsächlich Blut,

Gewalt

und Sex

beinhalten. Selten, dass ich so herzhaft gelacht habe. Jedenfalls wollen die Fans eine Version der Filme, die dies auch unverblümt zeigt. Mit einer Altersfreigabe übersetzt bedeutet Das ein sogenanntes R-Rating. Dass heißt, dass Personen unter 17 Jahren nur in Begleitung eines Erwachsenen den Film im Kino sehen können. Und da gefühlte 99,99% aller
Twilight-Fans gerade den allerersten BH ihres Lebens kaufen bzw. sich gerade darauf vorbereiten, würde dies unwiderlegbar einen gewaltigen Flop vorprogrammieren. Darum kam heute wie zu erwarten die erste Stellungnahme von ROSENBERG, die behauptete, dass eine Niederkunft, Blut, Sex oder Gewalt nicht
Breaking Dawn definieren würden, sondern die Charaktere, ihre Reise und die Beziehungen untereinander. Also ohne auf eine Altersfreigabe zu achten (ach wirklich???) werde sie sich um die Handlung kümmern. Des Weiteren sei es ihr nicht möglich alle Fans zufrieden zu stellen, aber hoffentlich mehr als weniger Anhänger. Auf eine härtere und wohl auch dem Buch entsprechendere Version müssen also die Fans verzichten – was ja wohl auch abzusehen war. Mich stört dabei nur diese abgefuckt verlogene Art, denn anstatt, dass man offen zugibt, dass die allermeisten
Twilight-Fans noch keine 15 sind und man sich keinen Flop leisten kann, benutzt man irgendeine beschissene Ausrede auf die Handlung hin. Wobei es aber heutzutage nicht das geringste Problem darstellt, zwei verschiedene Fassungen ins Kino bringen und anschließend auf Video zu veröffentlichen. Besonders, wo dies im Blue-Ray-Sektor seit fast acht Jahren Gang und Gebe ist.
Fans von
Twilight dürfen sich also nun auch von höchster Stelle betrogen und beschissen fühlen.
Die Chroniken von Narnia – Die Reise auf der Morgenröte Kommen wir zu etwas Erfreulicherem. Also ich meine, nach
Twilight ist ja so ziemliche Alles eine Wohltat. Sogar
Die Chroniken von Narnia. Ich kann auch dieser Franchise ziemlich wenig abgewinnen, aber Anhänger der Reihe müssen auch hier eine miese Behandlung hinnehmen, die sie nicht verdient haben.
Zunächst mal der einfach nur dumm gewählte Zeitpunkt der ersten Verfilmung, der alleine vom Fahrwasser von
Der Herr der Ringe zehren konnte. Der erste Film
Die Chroniken von Narnia – Der König von Narnia kam im Dezember 2005 in die Kinos, gerade mal zwei Jahre nach
Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs und genau ein Jahr nachdem diese Reihe den Videomarkt beherrschte, wie keine Zweite. Die Kinoschar war zu diesem Zeitpunkt solchem Fantasy-Stoff einfach restlos überdrüssig und zudem sorgten die Ähnlichkeiten zwischen
Die Chroniken von Narnia und
Der Herr der Ringe dafür, dass die
Narnia-Reihe als
Herr der Ringe-Version für Kleinkinder aussah. Dabei ergeben sich die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Reihen aus der tiefen Freundschaft der beiden Autoren; nämlich CLIVE STAPLES LEWIS und J. R. R. TOLKIEN, die sich sogar gegenseitig unterstützten. Also witterte Disney das schnelle Geld und produzierte rasch und lieblos
Die Chroniken von Narnia – Der König von Narnia. Der Disney-Aspekt verstärkte den Kleinkinder-Eindruck nur noch, an dem auch wirklich Etwas dran ist, denn der Streifen wurde tatsächlich zugunsten einer niedrigeren Freigabe und somit einer größeren Besuchergruppe entschärft. Dabei ging dieser Plan schon von der Produktion aus. ANN PEACOCK (
Kit Kitredge,
Das Lächeln der Sterne,
Experiment Killing Room) ist nicht gerade für actionreiche Drehbücher bekannt und ANDREW ADAMSON schreibt nur für
Shrek, wobei er sich hier ausnahmsweise als Regisseur versuchte. Dank der laschen Inszenierung und etlichen Änderungen gegenüber der Vorlage ist das Ergebnis schlicht und ergreifend schlecht und überaus lasch. Zwar wurde Film dennoch ein Hit, blieb aber hinter den Erwartungen weit zurück.
Aber sobald ein Film Erfolg hat, muss in der Regel auch ein Sequel produziert werden, in der Hoffnung, den Erfolg wiederholen zu können bzw. ihn sogar noch zu übertreffen. Dasselbe hatte auch ANDREW ANDERSON im Sinn, als er die Regie zu
Die Chroniken von Narnia – Prinz Kaspian übernahm. Als Drehbuchpartner engagierte er hier dieses Mal Jemanden mit dem Namen CHRISTOPHER MARKUS, der ansonsten auch nicht viel mehr geschrieben hat. Trotz, dass auch hier wieder Änderungen und Versoftungen vorgenommen wurden, rechneten alle Beteiligten mit einem Erfolg. Aber nun rächte sich schlechte Qualität des ersten Teiles. Im Kino gings mit Galopp in den Flop und nur dank dem Videogeschäft aus zwei Jahren konnten gerade mal circa 346 Millionen Dollar eingespielt werden. Bei Produktionskosten von 200 Millionen Dollar waren die verantwortlichen Studios sprichwörtlich geschockt und ein weiterer Film stand lange in der Schwebe. Heftigster Rückschlag war der Rückzug von Disney aus der Franchise, die sich mit Walden Media zerstritten. Ohne die Hilfe eines anderen Studios hätte es keinen weiteren Film mehr gegeben.

Doch zum Glück für die Fans sprang 20th Century Fox ein. Und mit Fox kamen auch einige Änderungen. Den Cast zu ändern hätte wenig Sinn gemacht, doch dafür wurde ANDERSEN aus dem Projekt eliminiert und das Drehbuch von ihm und MARKUS an MICHAEL PETRONI (
Die Königin der Verdammten,
Lost Heaven,
Possession) übergeben, der es nochmals überarbeitete. Die Regie übernahm MICHAEL ADEPT (
Nell,
Gorillas im Nebel,
James Bond 007 – Die Welt ist nicht genug,
Halbblut Thunderheart,
Extreme – Mit allen Mitteln,
Enigma – Das Geheimnis). Am 9. Dezember 2010 soll der Film in den deutschen Kinos anlaufen. Hierzu gibt es auch
einen ersten Trailer, der zwar noch viel schlimmer nach Kleinkinderkram aussieht, als die beiden Vorgänger, aber schließlich ist auch das dritte Buch
Die Chroniken von Narnia – Die Reise auf der Morgenröte das Harmloseste der Reihe. Bleibt also zu hoffen, dass sich die Änderungen bei der jetzt anstehenden Verfilmung in Grenzen halten.
Der gestiefelte Kater: Die Ära von
Shrek geht nun ja nun mit
Für immer Shrek leider zu Ende, der am 30. Juni 2010 bei uns anlaufen. An dieser Stelle wäre ein Blick in
den Trailer doch ganz passend. Ich geb es zu, ein bisschen wehmütig bin ich schon. Aber wozu gibt`s Blue-Rays, DVDs und Spin-Offs?

Yepp, richtig gehört! Wenn eine Franchise so richtig läuft, dann wäre es unsinnig sie sterben zu lassen. So kann man entweder auf ein anderes Medium wechseln – häufig vom Kino ins Fernsehen – oder man dreht ein Spin-Off, bei dem eine andere Figur der Franchise in den Mittelpunkt rückt. In diesem Sinne bekommt der gestiefelte Kater seinen ersten eigenen Film, der bereits im Dezember 2011 anlaufen wird. Titel des Films ist
Puss In Boots, was schlicht und ergreifend die englische Übersetzung von
Der gestiefelte Kater ist. Die Story stellt ein Prequel dar, in welchem der gestiefelte Kater sich mit Humpty-Dumpty und einem raffinierten Straßenkätzchen mit dem Namen Kitty zusammentut, um die Gans zu stehlen, die goldene Eier legt. Kitty ist dabei eine neue Figur, während Humpty Dumpty der Eier-Mensch aus
Alice im Wunderland ist.
Das Drehbuch stammt vom unbekannten BRIAN LYNCH und DAVID H. STEINBERG (
American Pie 2,
Slackers – Ran an die Bräute,
American Pie präsentiert: Das Buch der Liebe,
Almost Legal – Echte Jungs machens selbst). Die Regie übernimmt CHRIS MILLER (
Shrek der Dritte). Und obwohl – wie man ja schwer übersehen kann – das Team nicht gerade eine gute Konstellation darstellt, hat die englische Stimme des gestiefelten Katers, nämlich ANTONIO BANDERAS (
Desperado,
Der 13. Krieger,
Es war einmal in Mexico,
Die Maske des Zorro,
Ultimate Sin,
Assassins - Die Killer), bereits fest zugesagt. Dementsprechend werden wir höchstwahrscheinlich in der deutschen Vertonung wieder BENNO FÜHRMANNs (
Hinter Kaifeck,
Nordwand,
Anatomie,
Sin Eater,
Mutant Chronicles) Stimme wieder zu hören kriegen. Wer Humpty Dumpty in Deutschland synchronisieren wird, wurde in diesem frühen Stadium natürlich noch kein Name genannt. Im englischen Sprachraum ist dafür schon ZACH GALIFIANAKIS (
Hangover,
G-Force) bestätigt. Und als Kitty keine Geringere als SALMA HAYEK (
From Dusk Till Dawn,
Bandidas,
Dogma,
The Wild Wild West,
Frida,
Lonely Hearts Killers).
Machine Gun Preacher: Nein, das ist ausnahmsweise keine Comicverfilmung und trotz des Titels weit vom Trash entfernt. Es ist der Spitzname von Sam Childers. Jahrgang 1962 und aufgewachsen in Pennsylvania und Minnesota begann er Mitte der 1970er sich für Motoräder zu interessieren, was schließlich zu einem Leben als Mitglied in einer Bikergang führte. Gewalt, Sex, Drogen, Waffen . . . Childers ließ Nichts aus. Im Sommer 1992 änderte sich jedoch sein Leben, als er beim Bau einer Kirche half. Er wurde „bekehrt“, obwohl ich eher sagen würde „verdammt“, zu einem gottesfürchtigen Menschen, der jedoch einige Angewohnheiten wie das Motorradfahren nicht ablegen wollte. Zu dieser Zeit prophezeite im auch sein Pfarrer, dass er eines Tages nach Afrika reisen würde, was er Ende 1998 auch tat. Seine Reise führte ihn in den Sudan, wo er vom Elend der Bürger stark mitgenommen wurde, die (heute; 2010) immer noch unter einem der blutigsten Bürgerkriege in der Geschichte leiden. Besonders das Leid der Kindersoldaten und Waisen beschäftige Sam Childers so stark, dass er mit seiner Frau Lynn dort ein Waisenhaus errichtete, in dem jedes Kind eine sichere Zuflucht findet. Und Childers scheut sich auch nicht, sie notfalls mit Waffengewalt zu verteidigen. Daher auch sein Spitzname „Machine Gun Preacher“.
Im Jahre 2005 erschien sein Buch
Another Man`s War – The True Story of One Man's Battle To Save Children Tn The Sudan, um mehr Aufmerksamkeit auf sein Projekt zu ziehen und so Hilfe für den Sudan gewinnen. Ob das nun wirklich funktioniert hat, weiß man nicht. Jedenfalls zog es gleich nach Erscheinen zig Studios an, die einen Film daraus entwickeln wollten, was nun 2010 realisiert werden wird. Titel des Projektes ist
Machine Gun Preacher und ist als Actiondrama ausgewiesen. Das Drehbuch hierzu stammt von Neuling JASON KELLER, die Regie aber übernimmt der erfahrene und hoch gelobte MARC FORSTER (
Monster`s Ball,
James Bond 007 – Ein Quantum Trost,
Stay,
Drachenläufer). Als Hauptdarsteller wurde GERARD BUTLER (
300,
Gesetz der Rache,
Gamer,
RocknRolla,
Das Phantom der Oper,
Beowolf & Grendel) verpflichtet, während Lynn Childers von MICHELLE MONAGHAN (
Gone Baby Gone,
Eagle Eye,
Verliebt in die Braut) verkörpert wird. Vorläufiger Starttermin liegt im September 2011.
The Green Hornet: . . . ist dagegen eine. Und zwar in meinen Augen, die die Welt auch nicht wirklich braucht. Die Comics besitzen zwar so eine Art Kultstatus, wohl aber auf die USA fixiert, wo auch inzwischen fast Alles zu einem Kult stilisiert werden kann. Das Problem bei
The Green Hornet, das dafür sorgte, dass die Serie außerhalb nie so richtig durchstarten konnte, waren die auffälligen Ähnlichkeiten zwischen
The Green Hornet und
Batman, der kurz zuvor in den 1930ern veröffentlicht wurde. Bei Reihen kam es zwar jeweils zu großem Erfolg, jedoch blieb der Eindruck, dass
The Green Hornet eine schlichte
Batman-Kopie sei stets erhalten. So haben wir hier schon allein in der Grundkonstellation einen Millionär und Playboy, der des Nachts hinter einer Maske verhüllt Jagd auf Verbrecher macht und dabei von seinem treuen Gehilfen unterstützt wird. Der Playboy heißt in diesem Falle Britt Reid und der Gehilfe – übrigens der Chauffeur – hört auf den Namen Kato. Richtig offensichtlich wurden die Gemeinsamkeiten als Mitte der 1960 eine Serie produziert wurde, jedoch wird genau diese Serie als weiterer Anheizer für den momentanen Kult angesehen. Was aber vermutlich nur auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass kein Geringerer als BRUCE LEE (
Die Faust des Rächers,
Die Faust des Drachen,
Die Todeskralle schlägt wieder zu) damals als Kato eine der Hauptrollen spielte. Aber da auch hier der
Batman schneller war, war nach 26 Folgen auch schon wieder schnell Schluss. Danach wurde es ziemlich still um grüne Hornisse, bis man nun im Zeitalter unzähliger minderwertiger Remakes und Comicverfilmungen sie unbedingt wieder ausgraben musste.
Verantwortlich dafür ist Schauspieler SETH ROGEN (
Beim ersten Mal,
Jungfrau, 40, männlich, sucht . . .,
Zack und Miri drehen einen Porno,
Superbad), der hierfür ein Drehbuch entwarf, was er zusammen mit EVAN GOLDBERG (
Superbad,
Da Ali G Show) schrieb. Selbstverständlich übernahm er, sichtlich an Gewicht verloren, auch die Hauptrolle. Als Kato agiert der in unseren Breitengraden unbekannte JAY CHOU und als Bösewicht Österreichs neuer Mega-Man CHRISTOPH WALTZ (
Inglorious Bastards,
Sieben Monde). Irgendwo dazwischen gibt es auch ein Wiedersehen mit EDWARD FURLONG (
Terminator II – Judgement Day,
American History X,
Darfur,
Detroit Rock City) und CAMERON DIAZ (
Knight And Day,
Die Maske,
Gangs Of New York,
Vanilla Sky,
3 Engel Für Charlie,
The Box). Regie führte der Franzose MICHEL GONDRY, der bislang nur Videoclips drehte. Um die Franchise nun wirklich wiederzubeleben und weitere Ähnlichkeiten mit dem
Batman zu vermeiden wurde sehr viel stärker auf stylische Optik und Comedy gesetzt. Ob das auch wirklich ausreicht, um einen guten Film zu machen?
Ein erster Trailer sieht bislang ganz chic, aber auch ziemlich belanglos aus.
7 Days: Kommen wir mal wieder zu einem Geheimtip – was wir ja schon seit Ewigkeiten nicht mehr hatten – und damit zu einem Thriller aus dem französischsprachigen Kanada. Dort nahm man sich den Roman
Les Sept Jours Du Talion des französischen Schriftstellers PATRICK SENÉCAL vor und drehte damit einen äußerst düster aussehenden Edelthriller rund um Mord, Rache und der moralischen Frage nach Täter und Opfer.
Les Sept Jours Du Talion heißt soviel wie „Sieben Tage Vergeltung“.

Bruno Hamel ist ein erfolgreicher Chirurg in Drummondeville in der kanadischen Provinz Quebec, wo überwiegend Französisch gesprochen wird. Während er in der Klinik dem Stress ausgesetzt ist, hat er sich ein Haus in einer eher ländlich gelegenen Gegend eingerichtet und genießt die Ruhe mit seiner Frau Sylvie und seiner kleinen Tochter Jasmine. Dann die Katastrophe: Jasmine wurde entführt, missbraucht und umgebracht. Bruno ist außer sich vor Trauer. Der Täter, ein gewisser Hervé Mercure, wird schnell gefasst und alle Indizien deuten auf ihn hin. Harte Beweise aber gibt es kaum. Einer Verurteilung scheint fraglich. Noch dazu scheint Hervé Mercure die Aufmerksamkeit um seine Person zu genießen. Bruno glaubt nicht mehr an die Justiz. Da er unter dem Schmerz ohnehin fast zusammenbricht und er den Täter nicht auf freiem Fuß sehen will, fasst er den Entschluss den Täter auf seine eigene Art zu bestrafen. Am Tag der ersten Verhandlung kidnappt er Hervé und bringt ihn in eine verlassene Hütte. Der Polizei hinterlässt er einen Brief, indem er ankündigt, er werde den Täter sieben Tage lang für das Verbrechen büßen lassen. Dass heißt im Klartext, er wird ihn 168 Stunden lang foltern und anschließend hinrichten.
PATRICK SENÉCAL wird in Frankreich oft mit STEPHEN KING (
Shining,
Der dunkle Turm,
Carrie,
Friedhof der Kuscheltiere,
Cujo) verglichen, da seine Werke ebenfalls ziemlich horrorlastig sind, ohne den nötigen Anspruch und besonders die derbe Dosis Suspense zu vergessen. Für den Film schrieb sogar er persönlich das Drehbuch. Regie führte der TV-Regisseur DANIEL GROU, während man in den Hauptrollen RÉMY GIRARD und CLAUDE LEGAULT bewundern kann. Die kennt zwar hier kein Schwein, weil die kanadischen Produktionen aus Quebec meisten in Französisch gedreht werden, aber spielen müssen die beiden durchaus können, wie man sich
im Trailer von
Les 7 Jours Du Talion überzeugen kann. Düstere Bilder, Spannung und harter Stoff mit Anspruch. International bekam der Film den Titel
7 Days, unter dem er auch am 27. August 2010 bei uns auf DVD und Blue-Ray veröffentlicht wird. Übrigens erscheint der Streifen trotz der Rache-Thematik, Selbstjustiz und brutalen Folterszenen komplett ungeschnitten mit einer KJ-Freigabe.
Jonah Hex: Und noch ne Comicverfilmung; ja warum denn nicht? Ausnahmsweise dürfen wir bei
Jonah Hex nicht unter der totalen Buntheit leiden, sondern stattdessen dürfen wir uns auf eine düstere und blutige Cowboygeschichte freuen. Jedenfalls von den Comics aus . . .
Jonah Hex wird 1838 im wilden Westen geboren, seine Mutter verlässt die Familie, als Jonah gerade 10 Jahre alt ist. Vom Vater an Indianer verkauft beginnt für ihn ab da an eine Zeit, indem er sich jedes Quäntchen Glück hart erarbeiten muss, was ihm aber unversehens vom Schicksal wieder weggenommen wird. Er wird vom Indianer adoptiert, jedoch von seinem Stiefbruder verraten und an die Kiowah versklavt. Er kann entkommen und heiratet bei den Weißen Cassie, die am Hochzeitstag von Indianern ermordet wird. Auf der Jagd nach ihrem Mörder gerät er in die Fronten des Amerikanischen Bürgerkrieges, beteiligt sich an Massakern und findet schließlich seinen indianischen Stiefbruder wieder, der einräumt Cassie ermordet zu haben. Jonahs Rache ist blutig, jedoch die seines indianischen Stiefvaters auch. Als er vom Tod seines leiblichen Todes erfährt, verbrennt er Jonahs recht Gesichtshälfte. Die Narbe zeichnet Jonah sein ganzes restliches Leben lang. Nachdem er nun auch seinen Stiefvater grausam ermordet hat, zieht Jonah Hex als Kopfgeldjäger eine blutige Spur durch den wilden Westen.
Waren die Comics in den 1970ern zwar auch schon düster und wiesen einigen Erfolg auf, kam es in den 1980ern zu einem Flop, indem man
Jonah Hex in die Zukunft verlagerte. Anfang der 1990er übernahm dann Vertigo die Franchise. Die Comics wurden noch ein vielfaches düsterer, brutaler, blutiger und wesentlich zynischer und depressiver. Aber damit stieß man das Tor zum Erfolg erst so richtig auf. Höhepunkt ist der nun anstehen Film
Jonah Hex, bei dem Jonah einen Deal mit dem Militär hat. Er soll einen Terroristen ausfindig machen, der das Tor zur Hölle öffnen will. Wie gut, dass Jonah mit ihm noch eine Rechnung offen hat.

Das Skript zu dem Film stammt von dem Duo BRIAN TAYLOR und MARK NEVELDINE, den Köpfen hinter
Crank,
Pathology und
Gamer. Abgedrehte Gewalt ist also zumindest vom Drehbuch aus schon mal garantiert. Regie führte JIMMY HAYWARD (
Horton hört ein Hu!). Die Hauptrolle ging an JOSH BROLIN (
Planet Terror,
Hollow Man,
Im Tal von Elah,
Milk,
Wall Street II: The Money never sleeps), der sich als Jonah Hex mit JOHN MALKOVICH (
Burn After Reading,
Shadow Of The Vampire,
Con Air,
Ripley`s Game,
Das Imperium der Sonne,
In The Line Of Fire,
Les Misérables) anlegen muss. Dessen Gehilfe wird gespielt von MICHAEL FASSBENDER (
Centurion,
Eden Lake,
Hunger,
Inglorious Bastards,
300) und als obligatorischer Pimmelmagnet darf die bei
Transformers III gefeuerte MEGAN FOX (
Transformers Teil I und II,
Jennifer`s Body) zeigen, was sie hat. Einen
ersten Trailer gibt es auch schon, der einen recht guten Eindruck macht. Einen kleinen Wehmutstropfen gibt es allerdings, jedenfalls für die USA. Dort musste der Film für eine PG-13 entschärft werden, ein Release der unzensierten Fassung auf Video ist aber sicher. Einen deutschen Starttermin gibt es bislang noch nicht, geschweige denn eine Altersfreigabe, aber da die Zensur hier anders läuft, wäre es durchaus möglich, dass hierzulande gleich die ungeschnittene Version anläuft. Bekanntes Beispiel wäre hier
Babylon A.D., wo in der US-Kinofassung fast 15 Minuten fehlten, während er in Deutschland ungekürzt lief.