01. Dead Spots
02. TSS- My Fingerprints In Life
03. Too Late
04. The Pirate
05. City Of The Damned
06. Pesnja
07. Garden Of Love
08. Zombie Walk
09. Carnival
10. Dullahan
11. She Walks In Beauty
12. Singing Bridge
13. When I Am Dead

Medium: CD
Label: Danse Macabre
V.Ö.: 08.01.2010

Stetig gibt es neue Bands, die in der Gothic-Szene Fuß fassen möchten.
Wege zum Erfolg gibt es viele. Seien es visuelle Auftritte bei myspace.de; Gigs vor größeren Gruppen, die schon Fuß in der Szene gefasst haben oder Wettbewerbe, in denen man positiv heraussticht.
MASTERS OF DARK FIRE haben alle diese Möglichkeiten ausgeschöpft und es lohnte sich.
Im Jahr 2009 gewinnen sie den „Battle of the Bands“. Es ist der größte Nachwuchswettbewerb in der schwarzen Szene, organisiert von “Sonic Seducer” dem Musikmagazin.
Gleichzeitig schaffen sie es bei einem bekannten Label unter Vertrag genommen zu werden: Danse Macabre.
Doch hat sich das auch alles gelohnt?
Können MoDF, wie sie in der Fan-Gemeinde abgekürzt werden, bereits die Lorbeeren ihres Ruhms ernten?
Oder ist es noch ein weiter Weg raus aus der Newcomer-Masse?

2004 gründete sich die Band, nach stetigen Mitgliederwechseln scheint sie nun ihre optimale Besetzung gefunden zu haben.
Sie besteht aus AZRAYL (Gesang/Gitarre), TOXICA (Bass/Gesang), RAYA (Gesang), FROST (Gitarre/Keyboard) und TOBEY (Schlagzeug).

Am achten Januar diesen Jahres veröffentlichten sie nun ihr Debütalbum namens „Dead Spots“.
Der Opener beginnt mit Sprechgesang, der wie der Beginn eines Konsolenspiels klingt.
Gitarrenklänge, Schlagzeug im Hintergrund und eine klare, sympathisch klingende singende Männerstimme ersetzen dies nach ein paar Sekunden.
„TSS – My Fingerprints In Life“ ist da schon etwas härter im Klang. Elektro-Sound, feste Gitarrenriffs und Growls dominieren hier das Bild.
Im nächsten Song macht man den Hörer mit einer Frauenstimme bekannt. „Too Late“ ist ein sehr ruhiger Track, wo im Background stetig Schlagzeug und ein Elektro-Touch zu vernehmen sind.
Allerdings klingt die Stimme von TOXICA sehr mädchenhaft und unerfahren, passt somit nicht so recht ins Bild auch wenn die Melodie einem zum Mitsummen animiert.

Mit „The Pirate“ haben sich MASTERS OF DARK FIRE bei dem Einfügen eines älteren Tracks keinen Gefallen getan. Der Gesang von der Männer- und Frauenstimme klingt so schief und unstimmig, dass man dieses Lied hätte getrost weglassen können.
Etwas stimmiger geht es mit „City Of The Damned“ weiter. Wieder mit Growls und festen Gitarrenriffs.
Einzig die Frauenstimme im Hintergrund hätte man sich sparen können.
Dem folgt ein von TOXICA gesungener russischer Track. Nach ihrer Aussage in einem Interview, hatte sie zu dem Zeitpunkt wohl erst seit zwei Jahren Russischunterricht gehabt. Man merkt es. Man sollte erst in einer Sprache singen, wenn man ihre Aussprache auch sehr gut beherrscht.
In den kommenden Tracks wiederholen sich die genannten Musikmerkmale.
Entweder mischt man Schlagzeug, Gitarre, männliche und weibliche Vokals und paart es mit Elektro-Sounds oder man lässt es in die Rock-Richtung schweifen, je nach dem ist der Song dann schneller oder langsamer gespielt.
Erwähnenswert ist vielleicht noch „She Walks In Beauty“, denn hier passt auf den ersten Blick alles zusammen und wirkt sogar mit dem leichten weiblichen Background sehr stimmig.

Eine Band wie MoDF gewinnen den „Battle of the bands“?
Nun, dann scheinen dort ja keine großen Kritikpunkte angebracht werden, wenn es um die Stimmigkeit, den Klang und die Tiefe geht.
Denn beides ist auf „Dead Spots“ minder bis gar nicht vorhanden.
Eine enttäuschendes Album, hätte man doch von solch einer Vorgeschichte und scheinbaren Erfolg mehr erwartet.
AZRAYL hat eine schöne Gesangsstimme, die durchaus ausbaufähig ist. Auch die Ansätze der klanglichen Ideen des Quintetts, sind weiterentwickelbar.
Ob man TOXICA dagegen weiterhin ganze Songs singen lassen sollte?
Manch einem mag die kindliche Stimme gefallen, doch ist sie meiner Meinung nach zu ungeübt und wenig kraftvoll. Denn auch eine zarte Frauenstimme kann vor Kraft strotzen und das fehlt ihr eindeutig, ebenso das Halten von Tönen.
Alles in allem, sollten MASTERS OF DARK FIRE jede freie Minute in Gesangsübungen und die authentische Aussprache von Englisch stecken, denn gerade ihr Englisch klingt streckenweise wie flüchtig beigebrachtes Schulenglisch und keineswegs fließend oder natürlich.
Dann wird mit Sicherheit noch ein traditionelles Gothicrock Album entstehen, wenn sie denn dem Rock treu bleiben, denn laut Labelinformationen liebäugeln sie bereits andere Szenestilrichtungen.


Anspieltipps:

She Walks In Beauty


Punkte: 4 von 10


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MySpace: MASTERS OF DARK FIRE


verfasst für: www.gothicparadise.de