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Thema: Betrunkene Ärzte im OP

  1. #1
    Lunja
    Gast

    Standard Betrunkene Ärzte im OP

    Habe gerade einen Beitrag (Nachrichten) gesehen, bei dem dieses Thema gezeigt wurde.
    Ich hätte nicht für möglich gehalten, das es so viele Ärzte gibt, die so einen Mist machen....
    Ich meine , mal ganz ehrlich....Was soll der Mist???
    So gesehen, spielen die mit dem Leben ihrer Patienten...

    Ich selbst wurde schon in 2 Operationen verpfuscht, aber da man ja immer diesen blöden Zettel unterschreiben muss...und ich hab ihn beide male in einem nicht zurechnungsfähigen Zustand unter die Nase gehalten bekommen, naja kann man denen nichts wollen...

    Achja, was denkt ihr über dieses Thema?
    Hat an euch auch schon jemand gepfuscht?

  2. #2
    Forumskardinal™ Avatar von BlackThoughts
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    Standard AW: Betrunkene Ärzte im OP

    Naja....."Halbgötter in Weiss" sag ich da nur. :(
    Habe vor fast genau 18 Jahren meine damalige Freundin durch nen Ärzte-fehler verloren. Seitdem bin ich auf sowas garnicht gut zu sprechen.....:cry:
    Aber man kann sich ja nicht oder nur unter größten anstrengungen dagegen wehren. Selbst dann werden diese XXXXX(eigene Zensur)XXXXX Ärzte nicht zur rechenschaft gezogen und praktizieren weiter, ohne das jemand was sagt......
    "Man kann nicht nur auf Probe leben, man kann nicht nur auf Probe sterben, man kann nicht nur auf Probe lieben, nur auf Probe und Zeit einen Menschen annehmen." - Papst Johannes Paul II. bei seinem Deutschlandbesuch in Köln, 15. November 1980

    Cor unum et Anima una

  3. #3
    Der die Wahrheit gelassen ausspricht™ Avatar von insanus
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    Standard AW: Betrunkene Ärzte im OP

    Gibt es zu diesen wagen Andeutungen auch etwas Konkretes zu berichten? ;)

    Zudem möchte ich zu bedenken geben, dass sie nicht selten mehr als 24 Stunden am Stück arbeiten müssen und das dauerhaft hochkonzentriert. Und jeder Mensch ist anders, keine OP ist wirklich Routine. Unter diesem Stress flüchten sich viele in den Alkohol, wobei das nicht automatisch passieren muss.

    Ich höre hier einen Generalverdacht heraus, dass alle Ärzte Kurpfuscher und Alkoholiker sind und sowas kann ich generell nicht leiden. Zumal es lange nicht alle sind und man sich ja doch immer wieder in ihre Hände begibt um zu schweigen, wenn es funktionierte und umso lauter zu tönen, wenn es mal schief ging.

    Auch bei Piloten gab es immer wieder Fälle von Alkoholmissbrauch, einfach weil der Job so hart war und immer noch ist. Und hier stehen bedeutend mehr Leben auf dem Spiel.




    < /scherflein>
    insanus
    Ich würde nie einem Verein beitreten, der Leute wie mich als Mitglied aufnimmt.

    Der oben stehende Beitrag ist frei erfunden. Jede Übereinstimmung mit real existierenden Argumenten ist rein zufällig.

  4. #4
    Forumskardinal™ Avatar von BlackThoughts
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    Standard AW: Betrunkene Ärzte im OP

    Zitat Zitat von insanus Beitrag anzeigen
    Ich höre hier einen Generalverdacht heraus, dass alle Ärzte Kurpfuscher und Alkoholiker sind und sowas kann ich generell nicht leiden.
    Moooment....bevor ich mich hier verdächtigen lasse.......ich habe mit keinem Wort davon gesprochen, das es ALLE sind. Ich kann nur davon sprechen, was ich damals mitbekommen habe. zwischenzeitlich haben mir Ärzte auch geholfen, denen ich auch dankbar bin. Ich persönlich gehe aber immer noch nicht mit denen "Abends einen trinken".....wenn ihr wisst, was ich meine.

    also....teppich....
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    Cor unum et Anima una

  5. #5
    Lunja
    Gast

    Standard AW: Betrunkene Ärzte im OP

    @BlackThoughts: Mein Beileid, wegen deiner damaligen Freundin

    @insanus: Achwas...so meinte ich es nicht...der Beitrag, in den Nachrichten gab mir mal wieder zu bedenken...

    Auch durch meine Eigenen Erfahrungen, muss ich sagen, das ich niemanden (Ärzte ) in dieser hinsicht traue. Ok, mit auanahme meiners Frauenarztes(was verwunderlich ist, weil man mich zu diesen untersuchungen fast schon zwingen muss.)

    Natürlich haben viele Ärzte ein sehr hartes Leben(auch diese 24Stunden), aber dennoch ist es nicht richtig unter alki oder drogen an Lebewesen herum zu schnippeln oder ähnliches...


    :) Aber bitte nicht streiten....jeder hat seine Meinung...und es ist doch gut drüber zu reden, und seine Meinung zu vertretten:)

  6. #6
    User Avatar von Saorise
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    Standard AW: Betrunkene Ärzte im OP

    Also... Ich hab zwar schon müde, genervte und überforderte Ärzte getroffen, aber betrunkene sind mir bisher nicht unter gekommen.
    Meine Großeltern sind fast schon Stammgäste in den Pforzheimer und Karlsruher Krankenhäuser und sicher ist bei den dutzenden OPs nicht alles glatt gelaufen, aber kompetent waren die Chirurgen trotzdem.
    Ärzte sind auch Menschen. Und Menschen sind nicht perfekt. Sie sind keine Götter. Sie sind nicht unfehlbar. Ich denke, dass sich jeder Arzt mehr oder weniger über die Verantwortung bewusst ist, die er trägt. Insbesondere die Chirurgen.

    Fernsehen manipuliert. Sie zeigen hauptsächlich negative Einzelfälle. Wenn es einen Bericht über jeden Arzt geben würde, der schon einmal in der höchsten Stresssituation ein Leben gerettet hätte, würde darüber dann so gesprochen?
    Nein. Und warum nicht? Weil wir uns lieber aufregen und Menschen verurteilen als das positive zusehen und dankbar zu sein. q.e.d.

  7. #7
    Das irre Federvieh™ Avatar von RavenDark
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    Standard AW: Betrunkene Ärzte im OP

    Danke Insa und danke Saorise, ihr habt ganz klar und deutlich alles gesagt, was ich auch gesagt hätte. Böse Ausnahmen gibt es immer und überall - in jedem Geschlecht, jedem Beruf, jedem Fach. Sich geierartig auf solche Einzelfälle zu stürzen und einen ganzen Berufstand dafür zu verurteilen, zeugt von schwacher Geistesleistung und dem Unvermögen, sich medialer Manipulation zu widersetzen oder sie wenigstens kritisch zu überdenken.

    Wer nun plötzlich über die bösen Ärzte schimpft (also Chirurgen, Urologen, Gynäkologen, Onkologen, Psychiater, Allgemeinmediziner...) und alle mit einer unüberdachten Aussage über einen Kamm schert, stellt sich auf das gleiche kognitive Niveau wie Menschen, die die These vertreten, Romanautoren seien asoziales und faules Pack, das zu bequem ist, richtig arbeiten zu gehen.

    Zitat Zitat von Lunja Beitrag anzeigen
    :) Aber bitte nicht streiten....jeder hat seine Meinung...und es ist doch gut drüber zu reden, und seine Meinung zu vertretten:)
    Wenn du eine unhaltbare Verallgemeinerung als Kernaussage eines Threads verwendest, musst du damit rechnen, Contra zu bekommen.
    Mit jedem Tag, den ich älter werde,
    steigt die Zahl derer, die mich am Arsch lecken können.

    Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen will!

  8. #8
    Einsteins Relativist™ Avatar von MythGraphics
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    Standard AW: Betrunkene Ärzte im OP

    Da man als Patient nüchtern zu einer OP zu erscheinen hat, erwartet man das auch vom Arzt.
    Um Ärzefehler zu vermeiden, sehe ich hier den Gesetzgeber mal wieder in der Pflicht, Regelungen zu Schaffen, daß die Ärzte auch genügend Ruhe bekommen und eben nicht 12h am Stück im OP stehen, denn daß da Fehler passieren, ist quasi vorprogrammiert. Ärzte sind auch nur Menschen.
    MythGraphics rät:
    Mache die Dinge so einfach wie möglich, aber nicht einfacher!
    Mache die Dinge besser, nicht größer!

  9. #9
    User Avatar von Black Prolo
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    Standard AW: Betrunkene Ärzte im OP

    Ich hab letztens eine Fernsehdiskussion drüber gesehen unter welchen Umständen die Ärzte regelmäßig (nicht nur teilweise) arbeiten müssen. 12 Stunden am Stück sind da noch eher wenig, oft sind es über 24 Stunden, mit Ruhezeiten von 3-4 Stunden dazwischen, die sie im Spital verbringen. Unter solchen Umständen arbeiten zu müssen ist nicht nur verantwortungslos gegenüber Ärzten sondern auch gegenüber Patienten. Dass man da zu Alkohol, Koffein und anderen Drogen greift, ist natürlich nicht in Ordnung - aber nachvollziehbar.

    Ich habe es Chirurgen zu verdanken, dass ich heute normal gehen kann, zwar haben sie mir die Narbe an der Hüfte verpfuscht, aber ich kann gehen - und dafür bin ich dankbar.
    "Wenn A für Erfolg steht, gilt die Formel A=X+Y+Z. X ist Arbeit, Y ist Muße und Z heißt
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    Albert Einstein

  10. #10
    GODzilla™ Avatar von Misanthrop
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    Standard AW: Betrunkene Ärzte im OP

    Zitat Zitat von RavenDark Beitrag anzeigen
    Wer nun plötzlich über die bösen Ärzte schimpft (also Chirurgen, Urologen, Gynäkologen, Onkologen, Psychiater, Allgemeinmediziner...) und alle mit einer unüberdachten Aussage über einen Kamm schert...
    Angesichts dieser Aufzählung bezweifle ich, dass du deiner eigenen Forderung nach einer differenzierten Sichtweise gerecht wirst.

    Unabhängig von dem Gedanken, dem Psychiater seine Lizenz zur Gehirnwäsche absprechen zu wollen, dürfte hinlänglich bekannt sein, dass zwischen Allgemeinmedizinern und Fachärzten oft eine gewaltige Lücke klafft was Gehalt, medizinisches Fachwissen und Interesse am Patienten anbelangt. Dies ist keineswegs allein individuell bedingt, sondern vielmehr durch unser Gesundheitswesen bundesweit begünstigt. So verdienen Fachärzte im Vergleich zu ihren Kollegen ohne Weiterbildung mindestens einmal einen Tausender mehr im Monat (Allgemeinmediziner: 116 000 Euro, Radiologe: 264 000 Euro, nur um 'mal ein paar Zahlen zu nennen), und das bei geringer Arbeitszeit und häufig schlechterem Service (d.h. längere Wartezeit, kürzere Behandlungszeiten und so weiter). Von diesem Umstand aus betrachtet, kann ich durchaus nachvollziehen, warum sich manche Klinikärzte vor einer OP volllaufen lassen, schließlich sind sie - im Vergleich zu ihren Kollegen - eindeutig unterbezahlt und gleichzeitig überbeansprucht.

  11. #11
    User Avatar von My_name_is_Joe
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    Standard AW: Betrunkene Ärzte im OP

    Ich kann mich im Großen und Ganzen den Aussagen von Euch nur anschließen. Ist es nicht überall so, dass laut gebrüllt wird, wenn etwas schiefgeht und alle vorher positiven Ergebnisse werden dann vergessen? Allerdings ist das bei einem solchen Fall mMn berechtigt, da im Falle von Chirurgen wirklich Menschenleben auf dem Spiel stehen.
    Ich höre immer: "Die armen(nicht finanziell) Ärzte müssen soviele Stunden ackern." Ganz ehrlich: Das ist mir als Patient sowas von egal! Wenn ich mich in die Hände eines Arztes begebe, dann erwarte ich schlichtweg, dass er auch ehrlich zu mir und vor allem ehrlich mit sich selbst ist. Ich würde lieber hören"Tut mir leid, aber wir müssen die OP vertagen, weil...(z.B. ich schon 36Std. auf den Beinen bin, o. ä.)" als dass ich später aufgrund eines Fehlers leiden muss und wenn dieser Fehler darauf zurückzuführen ist, dass ein Arzt sogar betrunken zu einer OP erscheint, dann muss er sofort seine Lizenz verlieren, BASTA!
    Ich möchte allerdings betonen, dass ich grundsätzlich nichts gegen Ärzte habe! Sie machen Ihre Arbeit und wenn sie diese akzeptabel vollbringen, dann gehe ich auch gern dort hin, wenn es nötig ist.

    Wenn ich mir Misa's Zahlenbeispiele ansehe, dann frage ich mich, warum mein damaliger Hausarzt dann keine S-Klasse , sondern "nur" eine A-Klasse fährt , okay er ist im hiesigen Tennisclub, aber da sind die Mitgliedsbeiträge bei ca. 90€/ Monat.
    Ich denke eher, dass es genau dieselbe Geschichte ist, wie die der Tariflöhne, also SOLL=Theorie und IST=Praxis/ Realität.

    MfG
    Joe
    Religion ist eine Beleidigung der Menschenwürde. Mit oder ohne sie würden gute Menschen Gutes tun und böse Menschen Böses. Aber damit gute Menschen Böses tun, dafür bedarf es der Religion.-Steven Weinberg- Absolvia Sei's Panier! - Treue um Treue!

  12. #12
    User Avatar von Black Prolo
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    Standard AW: Betrunkene Ärzte im OP

    Also ich würde mich wenn ich es wüsste nicht gerade gerne unters Messer eines Arztes legen, der schon 36 Stunden auf den Beinen ist...
    Da muss eben ein Schichtwechsel her und es kann mir hier keiner erzählen, dass das nicht geht. Natürlich sind Ärzte teuer, sie müssen ja auch lange dafür studieren, aber ich lass mich lieber von einem Arzt mit 5 Jahren Berufserfahrung behandeln, der erst 7 Stunden wach ist, als von einem Profi, der schon 36 Stunden wach ist, sofern es keine Spezial-OP ist, die nur ein solcher Arzt durchführen kann.
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  13. #13
    Der die Wahrheit gelassen ausspricht™ Avatar von insanus
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    Standard AW: Betrunkene Ärzte im OP

    Zitat Zitat von Black Prolo
    Da muss eben ein Schichtwechsel her und es kann mir hier keiner erzählen, dass das nicht geht
    Nur weil es nicht sein darf heißt es nicht, dass es nicht doch sein kann. Wenn nun einmal kein Arzt zum Schichtwechsel da ist, was soll man dann tun?




    < /scherflein>
    insanus
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  14. #14
    User Avatar von My_name_is_Joe
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    Standard AW: Betrunkene Ärzte im OP

    Zitat Zitat von Black Prolo Beitrag anzeigen
    Also ich würde mich wenn ich es wüsste nicht gerade gerne unters Messer eines Arztes legen, der schon 36 Stunden auf den Beinen ist...
    Genau deswegen meinte ich: "Tut mir leid, aber wir müssen die OP vertagen, weil..."
    Klar, dass das im Falle einer Notfall-OP nicht möglich ist, also in der Unfallchirurgie nicht realisierbar, es sei denn, es würden mehr Ärzte/ Chirurgen beschäftigt, jedoch müsste das hiesige Krankenhaus dann die Entlohnung dementsprechend anpassen und das würde wohl keinem der Betroffenen schmecken, auch wenn diese dann entlastet würden.
    Also vergessen wir das und lassen den Zufall weiter seine Runden ziehen.

    MfG
    Joe
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  15. #15
    User Avatar von Black Prolo
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    Standard AW: Betrunkene Ärzte im OP

    Also es gibt ein Spital in Österreich bei dem die Ärzte nur 40 Wochenstunden arbeiten und da soll das ganz prima funktionieren, aber genau weiß ich darüber auch nicht bescheid.
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