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Thema: Ein paar "persönliche" Fragen zum Thema Gothic....

  1. #1
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    Standard Ein paar "persönliche" Fragen zum Thema Gothic....

    Nun an dieser Stelle einmal die "Möglichkeit" über euren "Werdegang" in Sachen Gothic zu reden.

    Mich würde interessieren, wann ihr angefangen habt euch für Gothic zu interessieren? Wie ihr auf die Szene aufmerksam geworden seit? Was euch persönlich am "wichtigsten" ist?


    Am besten einfach mal drauf losschreiben :D

  2. #2
    User Avatar von lost_soul
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    Standard Re: Ein paar "persönliche" Fragen zum Thema Gothic....

    Es ist ziemlich schwer bei mir einzugrenzen.
    Es fing schon im Kindesalter an das ich diese Leute sehr faszinierend fand, sie hatten alle etwas unerklärliches Mystisches an sich. Mit 16 fand ich dann zu der Metal Szene durch Freunde, wobei ich dort auch diese Leute traf die mir noch immer wie ein Rätsel waren. In dieser Zeit hatte ich schon wie auch davor immer die Farbe Schwarz ( wobei Schwarz ja keine Farbe ist) gerne gehabt, was ja nicht zwangsläufig dazu gehört. Und ich fand fast keine Leute mit denen ich mich genauer identifizieren konnte und ausgiebige Gespräche führen konnte. Also entschloss ich mich mal die Leute die mir wie ein Rätsel waren anzuquatschen. Und siehe da, mir ging ein Licht auf und fand tatsächlich Leute die genauso tickten wie ich. Dann erst wusste ich welchen Weg ich beschreiten möchte. Nur das ich kein Gothic bin trotz allem. Ich würde mich noch eher als Gruftie ( ich definiere es so das Gothic die edleren sind in Sinne der Kleidung und Aufmachung, und Grufties die mit viel Nietenzeugs und Ledermantel) bezeichnen bzw angehörige der Schwarzen Szene, weil ich trotz alle dem andere Szenen auch sehr interessant finde und das bei mir je nach Lust und Laune auch varieren kann, wobei bei mir der Metal-Anteil immer stark sichtbar ist und auch sichtbar bleibt. Kann mich halt nicht entscheiden, will ich auch nicht und muss ich auch nicht :D
    Mir ist noch immer persönlich am wichtigsten das man nicht nach dem Äußeren geht sondern nen Blick in das Innere wirft. Das ich mit den Leuten über die Szene und auch über die Welt diskutieren kann, das man dabei tolerant bleibt und gegenseitigen Respekt zeigt.

  3. #3
    Der die Wahrheit gelassen ausspricht™ Avatar von insanus
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    Standard Re: Ein paar "persönliche" Fragen zum Thema Gothic....

    Ich bin zu trv um zu sagen, dass ich Gothic bin.

    Ich wurde nie religiös erzogen, habe mich aber dafür interessiert, ob es eine höhere Macht geben könnte. Ich habe mich am Christentum versucht und die Bibel komplett gelesen. Ja, komplett, von der Genesis bis zur Offenbarung des Johannes (Kapitel 13, Vers 18^^).

    Ich machte mir umfangreiche Notizen, die einem Festplattencrash zum Opfer fielen , aber damals war Datensicherung noch nicht so verbreitet... Damals gab es dann Laufwerke mit Magnetbändern für sowas...

    Nun ja, jedenfalls vielen mir die vielen Ungereimtheiten auf (die sich auch nicht wegdiskutieren lassen - es sei denn, man will sie nicht sehen). Damals war ich auch sehr aktiv in religiösen Foren und hatte ein immenses Hintergrundwissen, welches heute allerdings anderen Kenntnissen Platz gemacht hat.

    Nachdem ich für mich befand, dass ich dem Christentum nichts abgewinnen kann und mir viele Fragen nicht befriedigend beantworten konnte .Mein Onkel musste sterben, weil es Gottes Wille war? Seine Wege sind unergründlich? So einen Gott brauche ich nicht. Mein Chef sagt: "Morgen kommt ihr alle in rosa Tüllkleidern zur Arbeit" und auf Nachfrage des Grundes nur antwortet, seine Wege wären unergründlich würden ihm alle einen Vogel zeigen, er vielleicht sogar als Führungsperson abgesetzt werden. Warum darf dann ein Gott solche Spinnereien in die Welt setzen?

    Verschiedene andere Religionen konnten mich auch nicht überzeugen (Hinduismus, Buddhismus, Islam, Judentum, Taoismus), also begann ich, mir meine eigenen Gedanken zu machen. Als ich die satanische Bibel von Anton Szandor Lavey las entdeckte ich, dass er viele Ansätze und Ideen hatte, die sich mit den meinen deckten und betrachtete mich irgendwann als Satanist nach LaVey. Darüber habe ich auch jedem Rede und Antwort gestanden. Manche waren durchaus ehrlich interessiert an meinen Gründen dafür, ohne selbst diese Überzeugung annehmen zu wollen. Daher auch mein damaliger Nick "Diabolo".

    Später entfernte ich mich von seinen Ideen und Ansichten, da ich meine eigenen Ideen weiter entwickelte und mein Weltbild nicht mehr zu dem lebensbejahenden aber menschenverachtenden Bild LaVeys passte. Daher auch meine Umbenennung zu "insanus".

    Ich mochte (und mag) weiterhin schwarze Kleidung, meinen Ledermantel und schätzte die Szene für ihre Philosophie, ihre Tiefgründigkeit, ihre Drogenfreiheit (Bier ist keine Droge), die Musik, die mir gefällt und die Offenheit gegenüber anderen. Es war aber vor 6-10 Jahren noch eine andere Szene, ab von pinken Ringelstrümpfen bei Pimkie und H&M, also fern von 14-jährigen Neulingen, gegen die ich per se nichts habe, die aber dann der Szene eher aufgrund von Modeerscheinungen zugehörig sein wollten - ohne etwas von der eigentlichen Szene wissen zu wollen. Ich glaube, heute nennt man sie (mittlerweile inflationär) "Emos".

    Dennoch verzichtete ich auf eine Einordnung meiner Person in eine Schublade da ich erkannte, dass ich so nie wirklich frei meine Person und meine Gedanken entwickeln konnte. Deshalb zähle ich mich auch nicht zur Gothicszene. Höchstens noch zur "schwarzen Szene", wobei ich aus dieser wohl exkommuniziert bin, weil ich auch HipHop höre.





    insanus
    Ich würde nie einem Verein beitreten, der Leute wie mich als Mitglied aufnimmt.

    Der oben stehende Beitrag ist frei erfunden. Jede Übereinstimmung mit real existierenden Argumenten ist rein zufällig.

  4. #4
    Dunkle Radiologin™
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    Standard Re: Ein paar "persönliche" Fragen zum Thema Gothic....

    Bei mir war es so das es schon mit 16 angefangen hat.
    Zu der Zeit hab ich im Heim gelebt.
    Schwarze Klamotten mussten her, die Haare komisch rassiert. Ja rasiert! hatte nur noch das Deckhaar aufm Kopp. Und ich fand es toll *grusel, wie konnt ich nur*
    Naja bei gedacht hab ich mir nix. Wusste auch nich das man dadurch in eine "Szene" geraten würde. Zu meiner Zeit sagte man auch nicht Goth dazu sondern Grufti. Wir fanden es irre unser Unwesen auf Friedhöfen zu treiben.
    Naja meine damaligen Freunde machten da Blödsinn (auf den Gräbern rum gesessen usw). Ich fand das unmöglich. Ich bin über die Freidhöfe spaziert und hab mir die Grabsteine angesehen und merkte das sie eine merkwürdige "Ausstralung" auf mich aus übten. Es ging sehr schnell das ich täglich auf anderen Friedhöfen unterwegs war. Und wurde von meinen Freunden nur noch ausgelacht.
    Das ging dann ca. ein Jahr so. Dann musste ich wieder nach Hause zu meinen Eltern. Naja und meine Eltern sind alles andere als offen für sowas. Da stopfte meine Mutter mich wieder in P&C (Peek und Cloppenburg) Klamotten. Das feinste und beste musste es sein.
    Ich fühlte mich so furchtbar darin.
    Naja mit Musik in dieser Richtung hatte ich mich nicht beschäftigt. Der Eine oder Andere wollte mir immer Punk aufdrängeln, aber das war nix für mich.
    Ich hab weiter meine Onkelz, Guns `N` Roses usw gehört.
    Naja mit 18 bin abgehauen von zu hause und zu meinem damaligen Freund gezogen. Bin sehr schnell schwanger von ihm geworden und das Jugendamt schickte mich in ein Mutter-Kind- Heim (die geilste Zeit meines Lebens). Kaum da angekommen ging das wieder los: Schwarze Klamotten, Haare schwarz gefärbt und keiner konnte mir meine Friedhofsbesuche mehr nehmen.
    Als mein Junior dann auf der Welt war wurde mir von allen Seiten eingeredet das ich so nicht rum laufen könne, ich habe ein Kind und muss erwachsen werden. Naja hab mir gedacht die werden schon alle Recht haben. Für mein Baby hab ich mich dann auch wieder verbogen. War zwar nich gerade happy aber ich dachte für ihn ist es besser.
    Naja dann sind noch einige andere Dinge passiert. Neuer Partner, noch nen Baby, Hochzeit und dann vor 4 Jahren die Trennung.
    Und seid dem lebe ich es aus!!! Ich trag fast ausschliesslich schwarze Klamotten (und so nebenbei: Schwarz ist für mich auf jeden Fall eine Farbe!). Haare Schwarz-Rot, Musik sehr intensive Texte (am besten und bevorzugt deutsch, da ich kein englisch kann).
    Und meine Mutter meckert noch heute das ich mich mal vernünftig anziehen soll. Hallo ich bin 31 kann ich vielleicht allein entscheiden?!
    Und mein Junior fängt auch so langsam an meine Musik zu hören. Und fragt immer öfter ob er nich auch nur schwarze Klamotten bekommen kann.
    Aber da sag ich immer das er damit noch warten kann. Ich denke nich das er schon wirklich weiss warum er das will. Klar er sieht es bei mir, aber das finde ich is kein Grund. Wenn er älter is und sich mit dem Thema auseinandersetzt is das ok.

    Boah schon wieder nen halber Roman ;)

  5. #5
    Tee-Päpstin™ Avatar von Blacky_Kati
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    Standard Re: Ein paar "persönliche" Fragen zum Thema Gothic....

    Bei mir fing es so mit 11 oder 12 an dass ich halt von gehört hatte
    und mit 13/14 bin ich damals durch eine freundin rein,..es war eine zeit in der es mir echt beschissen ging und sie meinte einfach "hier komm doch mal mit zu meinen Leuten, es bringt doch nichts wenn du nur depri in der ecke hockst und mit Messern rumspielst"
    Zu der zeit kannte ich sie schon sehr gut und auch ihren Freund! (Beides gothics aus leib und seele) und so kam ich da irgendwie mit rein. Weils die erste Gruppe war, die mich nicht verändern wolle und mich einfach so akzeptierten wie ich war. Und mich zu der zeit am besten verstanden und mir trost spendeten, wenn ich ihn brauchte!
    Ich habe inzwischen leider zu fast keinen mehr kontakt, unter anderem durch meinen Umzug und weil auch einiges passiert ist. Aber dass was ich da gelernt und für mich erlebt habe, will ich nie wieder missen! Und somit bin ich heute das, was ich bin ^^

  6. #6
    Die Frühaufsteherin™ Avatar von Daisy
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    Standard Re: Ein paar "persönliche" Fragen zum Thema Gothic....

    Schon als Kind hab ich gelesen wie verrückt und dabei am liebsten Grusel- und Gespenstergeschichten aus aller Welt. Ich war schon damals sehr nachdenklich und habe sehr gerne kleine Geschichten und Gedichte geschrieben. Später kam dann die Musik dazu. Alles fing mit The Cure und Depeche Mode an und breitete sich dann auf alles mögliche düstere Zeugs aus. Rock und Punk kamen dann noch dazu.

    Aber so richtig Kontakt mit der Szene habe ich erst vor ein paar Jahren im Krankenhaus bekommen. Ich traf dort eine Frau aus der Gothic-Szene, wo ich gemerkt habe, verdammt...die tickt genauso seltsam wie ich. Wir haben Nächte durchgequatscht. Seitdem habe ich mich mit der Szene näher befaßt und meiner Seele ein gemütliches Zuhause gegeben.

    Äußerlich bin ich allerdings keine Goth, würde ich sagen. Ich trag zwar gerne Schwarz, aber auch sehr gerne Farbe. Je nach Laune. ^^
    Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.
    Che Guevara

  7. #7
    Bilder Junky™ Avatar von MURDOC the PSYCHO
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    Standard Re: Ein paar "persönliche" Fragen zum Thema Gothic....

    Ich hab sehr früh angefangen mich für Religion zu interessieren, war Messdiener und hatte einen sehr offenen Pfarrer.
    Mit dem haben wir viel über Gott und die Welt geredet.
    Eine meiner Exfreundinnen war von den Zeugen Johovas, tja und da begann mein Interesse wieder zu wachsen. Vieles was ich damals erfahren habe, wurde mit der Zeit bestätigt, Anderes widerlegt. Also habe ich andere Religionen nach Antworten auf meine Fragen durchleuchtet.
    Dabei stellte ich fest, das vieles immer wieder auf das Gleich rausläuft.
    Mit dem Lesen von Büchern die sich mit der Kirche, vor Allem mit der Katholischen Kirche beschäftigten reifte mein Bild der Kirche.
    Mit meinen Einstellungen und Fragen stand ich eine Weile alleine da, dann bin ich über die Musik mit Mensch in Kontakt gekommen mit denen ich mich darüber unterhalten konnte. Was Gothic ist, wusste ich damals noch nicht.
    Hatte selbst erst den Gedanken das das Grufties oder Satanisten sind.
    Mit Satanismus habe ich mich dann auch befasst, man muß schließlich wissen um was es geht. Aber diese Episode meines Lebens lass ich besser ruhen, war nicht so sonderlich toll.

    Mit der Zeit habe ich mich mehr mit der Gothic Szene beschäftigt und fand immer mehr meiner Ansichten und Sehnsüchte wieder. Man kann sich über Tiefsinniges und auch über Gott und die Welt unterhalten. Auch die Toleranz in der Szene war damals sehr groß, heute weniger weil es immer wieder Gothicpäpste gibt die ja ach so true sind. Für mich ist die Gothicbewegung zur Lebenseinstellung geworden, man muß nicht immer mit den Fäusten reden, man kann vieles auch durch Gespräche lösen. Und wenn man an sich selbst arbeitet kann man es sogar schaffen das man Andere nicht sofort in eine Schublade packt. Ich habe oft die Erfahrung gemacht, das ich Menschen wieder aus ihrer Schublade holen musste, wenn ich mir ein bisschen Zeit genommen habe um mit ihnen zu reden und versucht habe ihre Sicht der Dinge zu verstehen und zu akzeptieren.
    Was manchmal ganz schön hart sein kann, wenn man eigentlich total anderer Meinung ist.

    Mein Klamottenstil hat sich nicht viel verändert, durch den Metal den ich immernoch sehr gerne höre hab ich eh viel schwarzes Leder getragen, also war eine neue Garderobe eher unwichtig da alles im Schrank vorhanden war :)

    So das war´s erstmal von meiner Seite........... :D
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  8. #8
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    Standard Re: Ein paar "persönliche" Fragen zum Thema Gothic....

    Tja... wie fing alles bei mir an? Gute Frage :D
    Ich glaube ich war dafür schon immer sehr prädestiniert.
    Schon recht früh wurde ich oft gemobbt, dies tat mir anfangs nichts, da ich ein arroganter Mensch war und mich als elitär angesehen hatte, obwohl ich dazu keinen Grund hatte.

    Ich wuch in einem religiös geteiltem Haus auf - für mich hieß das: Mein Vater war konfessionslos und sehr weltoffen, meine Mutter war zuerst katholisch und wechselte später zu den bereits in einem anderen Beitrag erwähnten Zeugen Jehovas.
    Meine Eltern bemühten sich beiderseits, mich und meinen Bruder ihren Vorstellungen entsprechend zu erziehen. Als junger Mensch war ich sehr auf meine Mutter fixiert und übernahm ihre Werte und sie tat natürlich alles um mich von dem bösen Einfluss der äusseren Welt zu schützen.

    Eine Zeit lang ging das gut, aber es kam die Pupertät und ich veränderte mich. Ich wurde nachdenklicher und zweifelte mehr - zuletzt sogar an mir selbst. Viele Begebenheiten führen zu einer Depression in derem Verlauf ich mich selbst vor die Entscheidung stellte etwas an mir zu ändern oder zu sterben. Ich entschied mich für das erstere und viele meiner Freunde und auch Verwandte wandten mir den Rücken zu. Im Laufe dieser Zeit entdeckte ich meine Leidenschaft für rockige Klänge. Angefangen hatte es mit Linkin Park und es ging über zu System of a Down und anderem Zeugs.

    Aber da hat mir immer noch etwas gefehlt. Ich kleidete mich ständig schwarz, ohne mich einer Szene zugehörig zu fühlen. Erst später als sich meine erste Freundin von mir trennte erkannte ich meine Chance auf eine richtige Veränderung. Ich unterhielt mich im Chat mit ein paar "Grufties" und wir knüpften Freundschaften. Ich merkte, dass ich zu ihnen besser passe als sonstwohin und damit fühlte ich mich der schwarzen Szene zugehörig.
    An meiner Kleidung musste ich nichts ändern und auch heute behalte ich es bei, auch nicht-schwarze Kleidung zu tragen.

  9. #9
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    Standard Re: Ein paar "persönliche" Fragen zum Thema Gothic....

    Hm... bei mir ist es noch net al zu lange.

    Als ich das letzte mal die Schule gewechselt habe habe ich net gute Freundin kennen gelernt, die in der Szene unterwegs ist... und ja. Sei dem an intarsiere ich mich für die Szene.

    Was ich an der Szene am wichtigsten finde ist net gerade das viele tolle schwarz, sondern das man mit den Leuten extrem gut reden kann. Es ist einfach toll wie die Leute so sind und ich würde mich immer wieder dafür intarsieren.

    lg
    Devil

  10. #10
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    Standard Re: Ein paar "persönliche" Fragen zum Thema Gothic....

    Hmmm...ich finde diese Frage echt schwer für mich zu beantworten und versuche mal eine relativ verständliche Antwort dafür zu finden.

    Ich habe mich schon als Jugendliche selber ziemlich abgegrenzt. Nicht bewußt, sondern eher so wie...ich will nicht das sein, was alle sind. Ich habe Schuhe nicht mehr angezogen, weil andere auch so Schuhe trugen. Ich habe Pullover aussortiert, weil es Zwei gab, die die Gleichen hatten...Ich habe mir Musik gesucht, die niemand in meiner Klasse gehört hat...usw. also eigentlich rebellierender Kleinkram.
    Meine Musikrichtung habe ich immer beibehalten, nur, das ich sie nun auch wirklich liebte und ich mich auch immer mehr mit den Texten auseinander gesetzt hab. Gute Musik ist für mich eine gute Mischung aus dem musikalischen und dem Textteil.

    Als meine erste Tochter dann da war und es an Kindergarten usw. ging, dachte ich, ich müsse mich nun doch langsam mal anpassen (bedenkt das es fast 21 Jahre her ist...grins), sortierte also meine dunkle Garderobe aus und wurde "bunt". Jedoch kam ich mit meiner Lebenseinstellung, meinem Erziehungsstil und meiner Art offen zu reden, was ich von den Dingen so halte nicht wirklich klar mit der "bunten" Menschheit. Man legte mir oft nahe, das ich doch besser mal ruhig sein sollte oder mehr darüber nachdenken solle, was ich wo sage....ich blieb also ein bunter Außenseiter und eher Einzelgänger.

    So weit so gut...nun habe ich 4 Kinder (21,18,16 und 8)...und einen Mann, der mich so nimmt, wie ich bin.
    Je älter die Kinder wurden und je mehr ich an ihnen erkannt habe, wie ich ticke...denn sie sind ja nun mein Spiegel, durch meinen Erziehungsstil und meine Lebenseinstellung, die ich ihnen vermittelt habe, um so mehr wußte ich, das ich völlig falsch lag mit meinen äußerlichen Versuchen mich anzupassen. Ich erzog Kinder, die sich auch zu sehr individuellen Menschen entwickelt haben...und ihren Stil zu leben pflegen ohne auf Mode und Gesellschaftsnormen zu achten. Alle Drei haben einen eigenen Stil. die Älteste eher Goth, der Mittlere wohl eher Punk, die 16 Jährige noch eine kleine Mischung, aber eben auch dunkel...^^
    Vor allen Dingen sind sie Menschen, mit denen ich über alles Mögliche intensiv diskutieren kann. Jugendliche , die nicht so oberflächlich sind, sich Gedanken machen und nicht Sinn- und Hirnlos durch die Welt und anderer Leut´s Idealen hinterher rennen, sondern ihren eigenen Weg gehen mit ihren dazu entstandenen Entscheidungen.

    Und seit ich den Weg zurück zu meiner "Schwarzheit" gegangen bin fühle ich mich sauwohl und werde für nichts in der Welt jemals mehr ein Blüschen oder Kostümchen in anderen Farben, als schwarz tragen...lach
    Seitdem ist es mir auch wieder gegeben meine Meinung zu sagen, egal wo und egal bei wem. Besser noch...es ist nicht mehr "nur" Rebellion, sondern ernsthafte Einstellung, zu der ich stehen kann und die ich auch zu leben weiß.

    Das Schönste daran ist, das ich weiß, das niemand es, wie bei Jugendlichen, für eine "Phase" halten kann...denn aus dem Alter bin ich wohl raus...lach

    Ich fühle mich einfach nur wohl damit auch äußerlich zu zeigen, dass ich "anders" bin...nicht besser und schlechter...nur eben anders...;)
    Und ob ich nun ein Goth bin, kann ich damit immer noch nicht abschließend klären...ich bin halt, wie ich bin.

  11. #11
    User Avatar von Dunkelwolf
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    Standard Re: Ein paar "persönliche" Fragen zum Thema Gothic....

    Also wo soll ich Anfangen.

    Die Szene, ja ich kam durch meinen ehemaligen Taxifahrer drauf, der wahr ihn der Szene bewandert und na, ja habe dann Angefangen Gothic Rock zu hören und Onkelz (wobei Letzteres bloß aus Politischer Interesse). So dan weil ich ein Verrückter Mensch bin habe ich ihn der Stadt Biblotek nach Büchern über die Szene gesucht und naja habe zwei gefunden und sie Durch gelessen.

    Bis vor einen halben jahr hat ich eine Kriese und habe wider nur Hiphop gehört und naja bin aber wider Zurück weil die Szene ihn die Bruche geht aber egal. Kenne viel von der Szene und fühle mich hald wohler Unter dem Menschen aus der Szene. Ich bin zwahr Klamotten teschnich noch am Arbeiten aber bald habe ich das so wie ich es möcht.

    mfg Dunkelwolf

  12. #12
    User Avatar von Pywi
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    Standard Re: Ein paar "persönliche" Fragen zum Thema Gothic....

    Als ich in das Alter kam, wo ich selber entscheiden konnte was ich wollte, da gab es, so weit ich wusste, keine bestimmten Gruppierungen.

    Die Hippyzeit war gerade am Abklingen und ich war so ein scheues Landei, dass ich mich eh nicht gewagt hätte auffällig rumzulaufen. Meine Mutter regierte mit strenger Hand. Und so türmte ich mit 17 aus dem Haus. Aber Freunde, wirkliche Freunde hatte ich keine.

    Zwar trieb ich Sport und war mit diesen Leuten unterwegs, doch waren das alles einfach nur nette Bekanntschaften. Genauso der Vater meiner Tochter ist ein lieber netter zufriedener Mann. Für mich leider zu nett und zu zufrieden. Gerade zu der Zeit, als ich mich von meinem Ex-Gatten trennte verliebte sich meine Tochter in einen Gothic. Sie war schon immer sehr selbstbewusst in Sachen Kleidung. Ich habe es früh schon aufgegeben, ihr Kleider zu kaufen, die sie nicht selber ausgesucht hatte. Wir durchleben verschiedene Phasen. Die Grüne, die Blaue und dann eben auch die Schwarze.

    Kurz nachdem ich ausgezogen war, (Sie blieb beim Vater, weil sie die Schule nicht mehr wechseln wollte) hatte meine Tochter die pink/schwarze Phase. Ich war sehr erstaunt, war sie doch immer gegen Rüschen und Schischi. Ich glaube ihr nennt das Emos. Nichts desto Trotz half ich ihr ein Kleidchen zu nähen. Obwohl es mich ziemlich beunruhigte, dass sie immer schwärzere Ringe um die Augen malte und die Kleidung fast nur noch schwarz war. Die Emos fans sie plötzlich nicht mehr so toll, ging aber auf Gothic-Partys und schwärmte mir vor.

    Mein neuer Lebenspartner beruhigte mich und meinte (er arbeitet im öffentlichen Dienst) er hätte eigentlich mit Gothics keine Probleme. Da gebe es andere Gruppierungen, die seien schlimmer. Er selber wäre wohl auch ein Gothic geworden, wenn es die zu seiner Zeit schon gegeben hätte. So beruhigte ich mich, war aber trotzdem erneut geschockt, als meine Tochter ihr Ohrläppchen weitete um so ein grosses Loch zu bekommen.

    Ich trauerte den schönen Ohrläppchen nach und sagte dem Traumbild einer hübschen Frau mit filigranen Perlensteckern in den Ohren, die zur Oper fährt ade.

    Ich freue mich einfach für sie, dass sie das Leben kann, was sie will. Auch wenn ich mittlerweile sehr viel für Gothic und die dazugehörenden Kleider übrig habe, werde ich mich hüten, auch solche Kleidung zu kaufen. Schliesslich will ich nicht in die Welt meiner Tochter eindringen. Aber langsam verstehe ich sie und hoffe hier mit euch noch mehr zu verstehen.

    Leider mag ich Metal Musik immer noch nicht. Mich macht sie nervös. Mein Liebster hört sie sich an, wenn ich nicht da bin. Aber die Philosophie der Gothics möchte ich sehr gerne näher kennenlernen, denn das was ich bisher gehört und gelesen habe finde ich meist gut. Mit Ausnahme dem ganz düsteren Teil des Satanismus.

    Wenn ich nochmal jung wäre, wäre ich bestimmt auch ein Gothic. ;)
    mit freundlichen Grüssen Pywi
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  13. #13
    Bilder Junky™ Avatar von MURDOC the PSYCHO
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    Standard Re: Ein paar "persönliche" Fragen zum Thema Gothic....

    PywieinenschwarzenLedermantelundSchmikeSchenk

    Willkommen im Club :)
    Ich glaube du bist eigentlich schon ein Gothic, nur ziehst du dich nicht so an, wie Viele Andere. Gothic ist eine Lebenseinstellung und die hast du mit Sicherheit!!!!
    Ich finde es immerwieder schön zu erleben, wie sich manche Eltern eben doch für ihre Kinder und deren Leben interessieren und nicht alle verurteilen.
    Manchmal muß man sich mit einer Sache selbst beschäftigen um zu erkennen, das Gothics keine Katzenkillenden Satanisten sind. Sondern eigentlich nur ganz normale Menschen, mit anderen Ansichten :)
    He wir lachen geanuaso gerne wie Andere und bescheissen beim Kartenspiel
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  14. #14
    Der die Wahrheit gelassen ausspricht™ Avatar von insanus
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    Standard Re: Ein paar "persönliche" Fragen zum Thema Gothic....

    Ich kann dich beruhigen, Pywi, Gothic hat mit Satanismus nicht viel zu tun. Es gibt auch viele Satanisten, die nicht unbedingt schwarz tragen, die gar nicht zu erkennen sind. Aber du wirst sie auch nicht erkennen, die Philosophie nach LaVey gebietet es, höflich zu sein und niemanden zu belästigen, so man nicht selbst belästigt wird.

    Satanismus und Gothic sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Der Satanist lehnt es prinzipiell auch ab, sich selbst zu verletzten, gar sein eigenes Leben zu beenden (schließlich ist er sich selbst der höchste Gott und warum sollte er sich selbst ein Leid antun?) und philosophiert prinzipiell nicht über den Tod, da es ihm die Zeit nähme, sich seinem eigenen Erfolg zu widmen.

    Sollten dir Fragen einfallen oder Unklarheiten bezüglich des Gothic auftreten brauchst du keine Zurückhaltung zu üben, dich hier zu äußern. :)





    insanus
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  15. #15
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    Standard Re: Ein paar "persönliche" Fragen zum Thema Gothic....

    Waren auch nicht die Satanisten, die sich unscheinbar geben sollen, und eher im Untergrund arbeiten?
    Ich meine, Gothic leben meistens ihr leben wie es ist auch nach Außen hin und geben halt nicht viel von verurteilung, (ich finde sie ja dann doch eher belustigend ^^) Außerdem schätzen wir den Tod und wollen nicht darüber bestimmen sondern sehen ihn als einen Teil des Lebens!

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